30-jähriger Krieg

Die schwerste Zeit der Wiesenbacher Geschichte dürfte der 30jährige Krieg gewesen sein. Harte Jahre waren von 1623 bis 1635 wo immer wieder die Schweden raubend durchs Land zogen.

Aber auch das kaiserliche Heer war nicht besser. Man schlachtete das Vieh ab, zündete die Häuser an und verlangte unter Todesandrohung die Herausgabe von Wertsachen. Im Zusammenhang mit dem Krieg kam die Pest, an der viele starben. Viele flohen in das Gebirge, das noch seuchenfrei war.

Unterwiesenbach war menschenleer, als die Gebrüder Roth aus Stoffenried bei Ihrer Rückkehr aus Tirol nach Überlebenden riefen. Nur am Ortsende in Sausenthal fanden sie einen alten Mann auf seinem Hof.

Noch heute trägt dieser Bauernhof den Hausnamen "beim Lebig". Es dauerte Jahrzehnte bis sich Wiesenbach wieder erholte. Manch geflohene Bauernfamilie kam nach und nach zurück. Es war allerdings noch viel Platz, so daß Neusiedler aus Tirol, aber auch aus der Schweiz zuzogen.

Der Besitzer, das Stift Roggenburg, war froh, wenn jemand eine zerstörte Hofstatt übernahm.

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